Rechtsanwalt für Strafrecht in Belgien
Eine Vorladung bei der Polizei, eine Ladung vor Gericht, die Nachricht, dass eine Anzeige gegen Sie erstattet wurde: Diese Situationen versetzen die meisten Menschen in Angst. Das belgische Strafrecht, das Straftaten und ihre Sanktionen regelt, ist ein Bereich, in dem viel auf dem Spiel steht – manchmal die Freiheit selbst.
Mis à jour en février 2026
Eine Vorladung bei der Polizei, eine Ladung vor Gericht, die Nachricht, dass eine Anzeige gegen Sie erstattet wurde: Diese Situationen versetzen die meisten Menschen in Angst. Das belgische Strafrecht, das Straftaten und ihre Sanktionen regelt, ist ein Bereich, in dem viel auf dem Spiel steht – manchmal die Freiheit selbst. Von Verkehrsdelikten bis zu den schwersten Straftaten unterscheidet das belgische Strafsystem drei Gerichtsebenen: das Polizeigericht für Ordnungswidrigkeiten, das Strafgericht für Vergehen, das Schwurgericht für Verbrechen. In jeder Phase des Verfahrens – Gewahrsam, Ermittlung, Hauptverhandlung, Berufung – müssen Ihre Rechte gewahrt werden. Ein Strafverteidiger sorgt dafür, baut Ihre Verteidigung auf und plädiert Ihre Sache vor den Richtern.
Warum ein spezialisierter Strafverteidiger den Unterschied macht
Das Strafrecht ist ein Bereich, in dem Improvisation teuer werden kann. Eine ungeschickte Aussage bei einer Vernehmung, eine verpasste Rechtsmittelfrist, eine falsch kalibrierte Verteidigungsstrategie: Fehler können sich manchmal mit Jahren Gefängnis rächen.
Der Strafverteidiger kennt die Verfahrensabläufe in- und auswendig. Er weiß, wann er die Nichtigkeit einer Ermittlungshandlung beantragen muss, wie man ein Gutachten anficht, wann man Notwehr oder Provokation geltend macht. Er beherrscht die Feinheiten des Salduz-Gesetzes, das den Beistand eines Anwalts ab der ersten Vernehmung garantiert.
Aber über die Rechtstechnik hinaus entwickelt der Strafverteidiger wesentliche menschliche Qualitäten. Gegenüber einem Mandanten, der schwerer Taten beschuldigt wird, muss er eine Vertrauensbeziehung aufrechterhalten, ohne moralisch zu urteilen. Er muss auch mit dem Stress der Verhandlungen umgehen können, der manchmal spürbaren Feindseligkeit im Gerichtssaal, dem Mediendruck in bestimmten Fällen.
Schließlich kennt der Spezialist die Akteure des Systems: Staatsanwälte, Untersuchungsrichter, Kammervorsitzende. Diese Kenntnis des Terrains ermöglicht es ihm, Anträge zu antizipieren, sein Plädoyer anzupassen und manchmal sinnvoll mit der Staatsanwaltschaft zu verhandeln.
Honorare eines Strafverteidigers
Die Tarife variieren erheblich je nach Schwere der Sache und ihrer Dauer.
Für eine Verhandlung vor dem Polizeigericht (Verkehrsdelikte, kleine Vergehen) rechnen Sie mit 500 bis 1.500 Euro, wenn die Sache in einer Sitzung erledigt wird. Wenn Sie die Vorwürfe bestreiten und mehrere Sitzungen erforderlich sind, steigt die Rechnung.
Vor dem Strafgericht (Diebstähle, Körperverletzungen, Betrug, Drogendelikte) liegen die Honorare in der Regel zwischen 2.000 und 8.000 Euro für eine Sache mittlerer Komplexität. Fälle mit zahlreichen Nebenklägern, mehreren Gutachten oder medialem Interesse können deutlich höhere Beträge erreichen.
Das Schwurgericht mit seinen mehrtägigen oder mehrwöchigen Sitzungen stellt ein erhebliches Engagement für den Anwalt dar. Die Honorare belaufen sich dann auf Zehntausende Euro.
Prozesskostenhilfe ist für Personen mit geringem Einkommen zugänglich. Im Strafrecht ist der Beistand eines Pflichtverteidigers ein durch die Europäische Menschenrechtskonvention garantiertes Grundrecht.
Die häufigsten Strafsachen
Verkehrsdelikte bilden das Gros der Strafsachen. Alkohol am Steuer, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahrerflucht: Diese Verhaltensweisen können Führerscheinentzug, saftige Geldstrafen, ja sogar Gefängnisstrafen bei Wiederholung oder schweren Folgen nach sich ziehen.
Vermögensdelikte – Diebstahl, Betrug, Untreue, Hehlerei – bilden eine weitere wichtige Kategorie. Die genaue rechtliche Einordnung der Tat bestimmt die Strafdrohung: Ein einfacher Diebstahl wird weniger streng bestraft als ein Diebstahl mit Gewalt oder Einbruch.
Körperverletzungen – Schläge und Verletzungen, Drohungen, Belästigung – werden häufig vor den Strafgerichten verhandelt. Häusliche Gewalt steht seit mehreren Jahren besonders im Fokus der Staatsanwaltschaften.
Drogendelikte reichen vom einfachen Besitz zum Eigenverbrauch (bei Cannabis oft eingestellt) bis zum schwer geahndeten internationalen Handel. Dazwischen liegen der Besitz größerer Mengen oder der gelegentliche Verkauf, die Gefängnisstrafen nach sich ziehen können.
Schließlich beschäftigt die Wirtschaftskriminalität – Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Untreue – spezialisierte Teams bei den Staatsanwaltschaften und erfordert Anwälte, die sowohl Strafrecht als auch Wirtschaftsrecht beherrschen.
Questions fréquentes
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Was ist der Unterschied zwischen Polizeigericht, Strafgericht und Schwurgericht?
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