Rechtsanwalt für Verwaltungsrecht in Belgien
Eine abgelehnte Baugenehmigung, ein angefochtener Gemeindebeschluss, eine Kündigung im öffentlichen Dienst, ein an einen Konkurrenten vergebener öffentlicher Auftrag: Die Entscheidungen von Verwaltungsbehörden – Staat, Regionen, Gemeinden, öffentliche Einrichtungen – beeinflussen täglich das Leben von Bürgern und Unternehmen. Das belgische Verwaltungsrecht regelt die Rechtsmittel gegen diese Entscheidungen: Widerspruch bei der Behörde selbst, Klage beim Staatsrat, manchmal bei spezialisierten Verwaltungsgerichten.
Mis à jour en février 2026
Eine abgelehnte Baugenehmigung, ein angefochtener Gemeindebeschluss, eine Kündigung im öffentlichen Dienst, ein an einen Konkurrenten vergebener öffentlicher Auftrag: Die Entscheidungen von Verwaltungsbehörden – Staat, Regionen, Gemeinden, öffentliche Einrichtungen – beeinflussen täglich das Leben von Bürgern und Unternehmen. Das belgische Verwaltungsrecht regelt die Rechtsmittel gegen diese Entscheidungen: Widerspruch bei der Behörde selbst, Klage beim Staatsrat, manchmal bei spezialisierten Verwaltungsgerichten. Dieser technische und verfahrensorientierte Rechtsbereich erfordert Fachkompetenz, um effektiv durch die Windungen der Verwaltung zu navigieren.
Der Verwaltungsrechtler: die Verwaltung wirksam anfechten
Gegenüber der Verwaltung befindet sich die Privatperson oder das Unternehmen in einer schwachen Position. Die öffentliche Hand beherrscht die Verfahren, verfügt über Rechtsabteilungen und kann erhebliche Ressourcen mobilisieren. Der spezialisierte Anwalt gleicht dieses Kräfteverhältnis aus.
Der Verwaltungsrechtler kennt die Rechtswege – manchmal mehrere und parallel – gegen Verwaltungsentscheidungen. Die Klage beim Staatsrat, dem obersten Verwaltungsgericht, unterliegt strengen Form- und Fristvorschriften. Eine schlecht formulierte oder verspätete Klage ist unzulässig.
Er beherrscht auch die Eilverfahren. Die Aussetzung einer Verwaltungsentscheidung im einstweiligen Rechtsschutz kann lebenswichtig sein: einen unrechtmäßig genehmigten Bau stoppen, die Vollstreckung einer Kündigung verhindern, die Vergabe eines öffentlichen Auftrags blockieren. Diese Verfahren erfordern schnelles Handeln und präzise Argumentation.
Schließlich hat der Verwaltungsrechtler oft eine vertiefte Kenntnis bestimmter Sektoren: Städtebau, öffentlicher Dienst, Vergaberecht, Umweltrecht. Diese sektorale Spezialisierung ermöglicht ihm, nicht nur das Verfahren, sondern auch das anwendbare materielle Recht zu beherrschen.
Honorare im Verwaltungsrecht
Die Tarife variieren je nach Art der Intervention und betroffener Gerichtsbarkeit.
Für einen Widerspruch oder eine Beschwerde bei der Verwaltung rechnen Sie mit 1.000 bis 3.000 Euro je nach Dossierkomplexität.
Für eine Nichtigkeitsklage beim Staatsrat liegen die Honorare in der Regel zwischen 3.000 und 10.000 Euro, bei komplexen Fällen mit vielen Beteiligten (Klagen gegen Baugenehmigungen mit mehreren Intervenienten) auch mehr.
Eilverfahren (Aussetzung, vorläufige Maßnahmen) kosten zusätzlich 2.000 bis 5.000 Euro.
Für Streitigkeiten im öffentlichen Dienst vor dem Staatsrat oder regionalen Verwaltungsgerichten planen Sie 3.000 bis 8.000 Euro.
Öffentliche Aufträge sind ein Bereich für sich: Die hohen Beträge rechtfertigen oft erhebliche Investitionen in Rechtskosten.
Häufige verwaltungsrechtliche Streitigkeiten
Das Städtebaurecht erzeugt reichlich Streit. Ablehnung einer Baugenehmigung, Nachbarklagen gegen erteilte Genehmigungen, Anfechtung städtebaulicher Vorschriften: Diese Streitigkeiten werden vor den regionalen Verwaltungsgerichten und in der Revision vor dem Staatsrat entschieden.
Der öffentliche Dienst ist ein weiterer wichtiger Bereich. Kündigung eines Beamten, Disziplinarstrafen, Beförderungsverweigerung, Vertragsende eines staatlichen Angestellten: Die Klagen sind zahlreich und die Verfahren spezifisch.
Öffentliche Aufträge unterliegen einer komplexen Regulierung. Ein abgewiesener Bieter kann die Auftragsvergabe anfechten, wenn er Verfahrensverstöße sieht. Die Beschwerdefristen sind sehr kurz (15 Tage für den vorvertraglichen Eilrechtsschutz).
Das Umweltrecht führt zu zunehmendem Streit: Anfechtung von Umweltgenehmigungen, Klagen gegen Raumordnungsentscheidungen, Schutzmaßnahmen für Naturgebiete.
Schließlich können individuelle Verwaltungsentscheidungen (Ablehnung einer Beihilfe, Genehmigung, Zulassung) je nach betroffenem Bereich nach unterschiedlichen Verfahren angefochten werden.
Questions fréquentes
Welche Frist gilt für eine Klage beim Staatsrat?
Was ist der Unterschied zwischen Nichtigkeitsklage und Aussetzung?
Kann ich beim Staatsrat Schadensersatz verlangen?
Wie fichte ich eine meinem Nachbarn erteilte Baugenehmigung an?
Kann ein gekündigter Beamter seine Kündigung anfechten?
Was ist der vorvertragliche Eilrechtsschutz bei öffentlichen Aufträgen?
Ist das vorherige Verwaltungsbeschwerdeverfahren obligatorisch?
Kann der Staatsrat die Verwaltungsentscheidung abändern?
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